Haarentfernung für Problemhaut – Darauf sollte geachtet werden

Egal ob in der Pubertät, den Wechseljahren oder bei Temperaturumstellungen, die Haut leidet oft mit und ist häufig der erste Indikator für ein Ungleichgewicht im Körper oder möglicherweise auch Krankheiten. Und als ob die Wissenschaft rund um die Haarentfernung nicht schon groß genug wäre, müssen sich Personen mit Problemhaut leider noch häufiger mit dieser Thematik befassen. Unter den Begriff „Problemhaut“ fallen wortwörtlich alle Probleme, die hinsichtlich des größten Organs des Menschen oder mit deren Pflege auftreten können1. Doch welche Hautprobleme sind die häufigsten und wie kann eine Haarentfernung trotzdem ohne Komplikationen gelingen? Wir klären in diesem Blogbeitrag über das Phänomen der „Erdbeerbeine“ auf, zeigen, wie Haarentfernung bei Akne eingesetzt werden kann und was es bei Neurodermitis in Bezug auf die Entfernung der Haare mit Warmwachs zu beachten gilt.


Unreine Haut
Unreine Haut

Erdbeerhaut gut auf Haarentfernung vorbereiten

Die sogenannte Erdbeerhaut ist ein Problem, bei dem kleine rote und dunkle Punkte - meist nach der Rasur - auf der Haut entstehen. Besonders häufig zeigen sie sich auf den Beinen, daher kommt auch der Begriff „Strawberry Legs“. Die Erdbeerhaut ist eine Form von Keratosis Pilaris, auch als Reibeisenhaut bekannt2. Durch kleine Entzündungen der Haarfollikel und Verhornungen auf der Haut bilden sich besonders bei Frauen mit dunklen Haaren und starker Beinbehaarung die unliebsamen Pünktchen. Da bei einer Rasur die Hautoberfläche beschädigt und Reizungen zurückbleiben, ist diese Form der Haarentfernung nicht sehr empfehlenswert. Besser ist es, die betroffenen Stellen regelmäßig sanft zu peelen, um die abgestorbenen Hautschüppchen zu entfernen. So kann bereits verhindert werden, die Haarfollikel zu verstopfen. Ein Toner mit Salizylsäure entfernt zusätzliche Hautschüppchen und wirkt antibakteriell sowie entzündungshemmend. Wenn die Haare entfernt werden sollen, empfehlen wir die Warmwachsmethode. Dabei wird erwärmtes Wachs auf die Haut aufgetragen und ruckartig entfernt. Die Wurzeln der Follikel werden mitentfernt, wodurch das nachwachsende Haar die Haut nicht weiter reizt. Pflegeprodukte mit Salizylsäure und Aloe Vera verhindern eine Verhornung der Poren, hemmen Entzündungen und spenden der Haut ausreichend Feuchtigkeit. So können die Erdbeerpünktchen auf der Haut vermieden oder vermindert werden.



Von Akne betroffene Stellen richtig behandeln

Über 80 Prozent aller Deutschen leiden mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an Akne. Das Hauptsymptom der Erkrankung sine entzündliche Pickel und Mitesser, die am gesamten Körper auftreten können3. Doch auch Betroffenen möchten vielleicht Haare entfernen und glatte Haut genießen. Von Rasur und neuen Trends, wie etwa dem „Dermaplaning“, bei dem mit besonders scharfen Klingen das Gesicht und andere Hautregionen rasiert werden, sollte hierbei abgesehen werden. Die Haut kann durch die Rasur irritiert werden und kleine Verletzungen werden zu Entzündungen mit schwerwiegenden Folgen. Eine schonendere Entfernung der Haare, beispielsweise im Gesicht, ist das Warmwachs- oder Threading-Verfahren. Mit diesen Methoden werden am wenigsten Bakterien verteilt. Außerdem enthalten si ekeine Chemikalien, die die empfindliche Haut reizen könnte. Jedoch sollte auch hier auf die richtige Vor- und Nachbereitung der Haut geachtet werden. Um die Augenbrauchen und über der Oberlippe neigen viele Menschen zu Ausschlägen nach einer Behandlung. Abhilfe schaffen ein regelmäßiges Peeling der Haut und die Pflege nach der Behandlung mit Pflegeprodukten, die keine Parfüme oder reizende Inhaltsstoffe beinhalten.


Trockene Haut und Neurodermitis: Was geht und was nicht?

Hauptsymptom einer trockenen Haut aber auch von Neurodermitis ist starker Juckreiz. Je nach Stadium können die Hautausschläge verschieden stark ausgeprägt sein. Akute Fälle sind mit geröteter Haut uns sehr starkem Juckreiz belastet. Meist verläuft Neurodermitis in Schüben, dass bedeutet, dass Beschwerden mal stärker mal weniger stark auftreten. Zeitweise können sie auch völlig verschwinden. Auch bei trockener Haut kommt es häufig zu Rötungen der Haut und einem Juckreiz. Ob es sich um Neurodermitis handelt, kann nur ein Arzt oder eine Ärztin feststellen4. Für von Neurodermitis geplagte Haut bedeutet die Haarentfernung meist Komplikationen. Dennoch muss darauf nicht verzichtet werden. Generell muss die Haut mit viel guter Pflege versorgt werden, um den Schutzfilm der Haut zu unterstützen. Bei schweren Schüben sollte auf eine Haarentfernung generell eher verzichtet werden. Wenn die Haut sich beruhigt hat, kann in Absprache mit den behandelnden Personen oder Dermatologinnen und Dermatologen besprochen werden, ob eine Haarentfernung möglich ist. Hierbei sollte auf die Rasur verzichtet werden, da die Hautbarriere zusätzlich irritiert wird. Auch andere Haarentfernungsmethoden sollten besprochen werden. Wer an trockener Haut leidet, kann mit Peelings und Feuchtigkeitspflege auch Warmwachs als Haarentfernungsmethode wählen. Mit geeigneter Pflege, wie beispielsweise Aloe Vera, wird der Haut Feuchtigkeit gespendet und Entzündungen vorgebeugt.



1 https://www.duden.de/rechtschreibung/Problemhaut

2 https://dermanostic.com/hautlexikon/keratosis-pilaris

3 https://www.eurapon.de/themen/deutschlands-haeufigste-krankheiten/akne

4 https://www.gesundheitsinformation.de/neurodermitis.html

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